Jennifer Jennsel

 

Jennifer Jennsel, geboren 1970 in Mexiko-Stadt. Der Vater, José Luis Ruissó, ist Kunstmaler, die Mutter, Graciela Cea López, Journalistin. José Luis Ruissó, Surrealist und Vertreter esoterischer Malerei macht Jennifer Jennsel frühzeitig mit der Welt der Malerei und den Zeichen- und Maltechniken vertraut. Losgelöst von seinem künstlerischen Einfluss, entwickelt sie ihren eigenen Stil, der sich zwischen Surrealismus, phantastischer Malerei und Symbolismus bewegt. Sie malt vorwiegend mit Öl, und ist gleichfalls mit den Materialien und Techniken des Aquarells, der Pastell- und Acrylmalerei vertraut. Frauen spielen in ihren Bildern eine herausragende Rolle. Mythologie, Poesie, Phantasie bilden den Rahmen für ihre eigene Interpretation der Welt und all jenen Erfahrungen, die tief ihre Seele und ihren Glauben berühren ...

 

Wichtige Projekte / Ausstellungen "Truhe der Wunder", Café Vlora, Juli bis Oktober 2020, Wittenberg "Heilung der verwundeten Blume", Kunstfestival "48 Stunden Neukölln", Atelier Corazón Verde, Juni 2020, Berlin "Den Mond umarmend", Kunstfestival "48 Stunden Neukölln", Atelier Corazón Verde, Juni 2019, Berlin "Punta", Palacio de la autonomía, UNAM, Mai 2019, Mexiko-Stadt "Der Weg nach Mictlán", Schloss Mühlberg, Oktober/November 2018, Mühlberg/Elbe "Figurative Kunst", Kunstfestival 48 Stunden Neukölln, Atelier Corazón Verde, Juni 2018, Berlin "Aus dem Schatten heraus", Kunstfestival 48 Stunden Neukölln, Atelier Corazón Verde, Juni 2017, Berlin "Dia de los muertos", 7 Mares, 2016, Berlin "The Ballery goes Mexican", Art gallery "The Ballery, 2016, Berlin "Brücken bauen - Abriendo puentes", Myer's Hotel, 2016, Berlin "Farbige Träume" - Kunstfestival "48 Stunden Neukoelln", Atelier "Corazón Verde", 2016, Berlin "Botschaft der Illusion": in der dat Galerie, 2014, Berlin. „Mar, luna y flores para hacerte una guirnalda“: in der Botschaft von Kuba im Juni 2012, Mexiko Stadt. „Plumas y espinas para acariciar el alma“: in der “Gallerie ILM“ im Februar 2010, Mexiko Stadt. "Mujer; perfume de poemas": im "Café Veintiuno" im Mai 2009, Mexiko Stadt. "Jennifer Jennsel": Dezember 2008 im „Café Veintiuno“, Mexiko Stadt. "Cuando la realidad duerme": in der Cafeteria "Café para todos" im Mai 2007, Mexiko Stadt. "De libélulas y escorpiones": im „Casa de la cultura Romita" im Mai 2005, Mexiko Stadt.

 

Auszeichnungen / Preise Erster Platz im Zeichen- und Malwettbewerb "De un poema de Sabines", von der Colegio Madrid AC, 2000, Mexiko Stadt. Erster Platz im Zeichenwettbewerb des Radiosenders "Radio Capital" und der Plattenfirma "EMI Capitol" von Mexiko, 1987, Mexiko Stadt. Zweiter Platz beim Malwettbewerb der Escuela Nacional preparatoria "Gabino Barreda" und der colegio de inglés, 1986, Mexiko Stadt. Erster Platz beim Malwettbewerb der National Primary School "Theophilus Borboa Alvarez" 1976, Mexiko Stadt.

 

 

Mit der Eröffnung der Ausstellung Truhe der Wunder gibt uns die Künstlerin Jennifer Jennsel einen kleinen Einblick in ihre Truhe der Wunder. Sie offenbart eine Bilderwelt, welche einen Zugang zu einem Dasein jenseits physischer Gesetzmäßigkeiten eröffnet. Ohne die Truhe der Wunder - das ist die zentrale Botschaft der Ausstellung - wäre die Welt ein trostloser Ort. Doch bevor ich tiefer auf die magische und phantastische Welt der Künstlerin Jennifer Jennsel eingehe, möchte ich noch einige Worte über ihre meisterliche Zeichen- und Maltechnik verlieren. Die Grundlagen des Zeichnens und Malens lernte sie bereits in ihrer frühen Kindheit durch ihren Vater, dem mexikanischen Künstler José Luis Ruissó kennen, der ihr neben den Zeichen- und Maltechniken die Eigenschaften und Besonderheiten von Malgründen, Keilrahmen, Farben und Pinseln vermittelte. Als strenger Lehrer forderte er von ihr überdies jene Disziplin ab, die zur Ausarbeitung kleinster Details erforderlich ist, wie wir sie heute in vielen ihrer Werke vorfinden. Jennifer Jennsel wuchs in Mexiko-Stadt in einer Umgebung auf, die wir jetzt kaum noch mit der Millionenmetropole in Verbindung bringen können, wie wir sie heute kennen. Ihr Zuhause war ländlich geprägt. Das Elternhaus war von einem großen Garten umgeben, in dem Mais, Bohnen, Zucchinis und Obstbäume wuchsen. Hier begegneten ihr Pflanzen, Insekten und Vögel, die ebenso ihre Phantasie beflügelten wie die Bilderwelt im Atelier ihres Vaters. Hinzu kam, dass sich auch José Luis Ruissó nicht mit einer Welt von Ursache und Wirkung abfinden wollte und daher auch die Aufmerksamkeit seiner Tochter auf die Geheimnisse und Wunder der Natur lenkte. Die Beseeltheit der Welt, die Lebendigkeit aller Dinge, wie sie bereits seitens der vorspanischen Kulturen Mesoamerikas verstanden und beschrieben worden war, offenbarten sich auch für die Künstlerin in Shakespeares Sommernachtstraum, der Märchenwelt der Brüder Grimm, der symbolistischen und präraffaelitischen sowie der magisch-realistischen Literatur und Malerei Europas und Mexikos. Künstlerinnen, wie die spanisch-mexikanische Surrealistin Remedios Varo, wurden zum Vorbild für eine Kunst, in der Frauen ein zentraler Platz zustand. Es wäre sicherlich ein Missverständnis, zu glauben, Jennifer Jennsels Kunst ziele allein auf eine Flucht aus der Trostlosigkeit und Kälte der realen Welt ab. Vielmehr spiegeln sich in ihren Werken reale wie phantastische, sich widerstreitende Elemente wieder. Es bleibt uns vorbehalten, die Truhe der Wunder mit unseren eigenen Beiträgen zu füllen und so die Welt, wie wir sie haben wollen, mit zu gestalten.

 

 

Neue Ausstellung im VLORA

 

LOST PLACES 

Fotoaufnahmen von Mathias Tietke

 

23.10.2020 bis 18.01.2021

 

Vernissage

zur Eröffnung

23.10.2020 19 Uhr

 

Sie sind herzlich eingeladen!

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